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Die überaus grosszügige öffentliche Förderung der tatsächlich sehr schön (und sehr teuer) restaurierten, "Altstadt Köpenick" Einzig das in der alten Oympiatribüne der historischen Regattastrecke von 1880 beheimatete "Grünauer Wassersportmuseum" des Landes Berlin ist noch als Aktivposten in der Geschichtsbewahrung nennenswert. Betroffen durch die derzeitige Sanierung der Regattatribünen, ist das Wassersportmuseum seit 2017 für mehrere Jahre nicht mehr erlebbar. Es wird somit mit zunehmender Zeit an Bedeutung verlieren.

Wünschenswert wäre, wenn Grünauer Erfolge, ebenso wie die einmalige Sporttradition im bezirklichen öffentlichen Leben wieder in den Fokus der Öffentlichkeit und besonders auch der bezirklichen Verwaltung rücken würden. Erfolge vermarkten wie z.B. 4 Goldmedaillen und 1 Silbermedaille bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro 2016, die von den Sportlern aus Grünau erkaempft wurden, Die Resonanz im Bezirksamt hier war “kleinkariert” und der mögliche Aufwertungseffekt für Grünau gleich Null. Wie wir finden, wieder eine verpasste Gelegenheit!

Sie fördert insofern auch die Industriegeschichte von Schöneweide über den dortigen Heimatverein mit Namen INDUSTRIESALON. Das tatkräftige Engagement zur Bewahrung der Geschichte der Berliner Industrialisierungs-Ikone "AEG" und ihrer Nachfolgebetriebe hilft mit das "ramponierte" Image ("Oberschweineöde") des Stadtteils Oberschöneweide aufzuwerten. 

Daneben gibt es aber durchaus noch andere "Baustellen" für wertvolle Geschichtsbewahrung und Image-Restaurierung im Bezirk.

Mangels amtlicher Förderung oder wenigstens Bekanntmachung kennt allerdings heutzutage kaum jemand mehr die für die damalige positive Entwicklung des Bezirks bedeutenden Glanzpunkte hier in Grünau. 
Insofern gibt es für die ZUKUNFT IN GRUENAU auch dahingehend Handlungsbedarf, denn Image, Geschichte und Tradition sind als sogenannte "weiche Standortfaktoren" ebenso entscheidend für künftiges qualitatives Gedeihen unserer Region wie die "harten Standortfaktoren", als da z. T. noch zu entwickeln wären: Attraktionen in Naturnähe, gute Verkehrsanbindung, hauptstädtische Infrastruktur, gepflegter öffentlicher Raum, hohe Wohnqualität, zeitgemässe Gastlichkeit, vielfältige Sport- und Freizeitangebote.

In den vergangenen Jahrzehnten ist es den hiesigen Stadtentwicklungs-Verantwortlichen offenbar entgangenen - oder man wollte es nicht anders? Für Letzteres spricht z. B. die verwaltungsmässige Abtrennung der historisch gewachsenen Grünauer Gebiete südlich der Bahn, wie z. B. Falkenberg, Hedwigshöhe, Bruno-Taut-Siedlung etc. und die 2008 offiziell amtlich beschlossene Entfernung des traditionsreichen Sportdenkmalsplatzes von 1898 aus dem B-Plan-Entwurf XVI-15 sowie der Totalausfall des einzigen, bisher schon überlasteten bezirklichen Denkmalpflegers.

Ohne seine einmalige Geschichte und Sporttradition ist Grünau nämlich nur ein unbedeutendes Dorf in einem unbedeutenden Bezirk am Rande einerbedeutenden Grossstadt, - wie unzählige andere unbedeutende Dörfer in anderen unbedeutenden Grossstadtrandlagen auch.